
Herausragende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der FAU bieten einen Ein- und Überblick über das breite und vielfältige Forschungs- und Fachspektrum der FAU. Die Veranstaltungsreihe richtet sich explizit an immatrikulierte Gaststudierende sowie regulär Studierende der FAU.
Im Anschluss der Veranstaltung bietet sich im Café die Gelegenheit zum weiteren Austausch in gemütlicher Atmosphäre.
Ort & Zeit
Ort: Senatssaal (KH 1.011), Kollegienhaus, 1.OG, Universitätsstraße 15, Erlangen
Zeit: Mittwoch, 14.00 – 16.00 c.t. (während der Vorlesungszeit)
Anmeldung
Anmeldung für immatrikulierte Gaststudierende und Studierende der FAU: scientia@fau.de oder Link zur Lehrveranstaltung auf StudOn.
Programm Sommersemester 2026
Der Angriffskrieg auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wirft die Frage auf, über welche Instrumente die Russische Föderation in außenpolitischer Hinsicht verfügt. Darüber hinaus soll anhand aktueller außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischer Doktrinen die russischen Ziele ergründet werden.
Der Vortrag findet im Raum 1.019 im Kollegienhaus statt!
Reibung ist allgegenwärtig – und sie verursacht weltweit einen erheblichen Teil der Energieverluste und Emissionen. Die Tribologie zeigt Wege auf, wie durch gezielte Reibungs- und Verschleißreduktion die Effizienz technischer Systeme gesteigert und Ressourcen geschont werden können.
Es wird eine Bibliotheksschulung (Online-Katalog, Recherchemöglichkeiten) und Führung durch die Hauptbibliothek (Schuhstrasse 1a, Erlangen) geben. Im Anschluss könnten Sie sich auch einen Bibliotheksausweis (Lichtbild erforderlich) ausstellen lassen.
Da die Plätze begrenzt sind – bitte um kurze Anmeldung (wenn noch nicht erfolgt) unter scientia@fau.de.
Gehirnplastizität ist die Möglichkeit des Gehirns auf neue Eindrücke und Erlebnisse aus der Umwelt zu reagieren. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Plastizität vorwiegend von Neuronen gesteuert wird, jedoch deuten neuste Daten auf eine aktive Beteiligung von Astrozyten hin. Astrozyten gehören zur Klasse der Makroglia und spielen eine zentrale Rolle in der Entstehung, Erhaltung und Plastizität von neuralen Schaltkreisen. Als zellulärer Bestandteil der Bluthirnschranke regulieren Astrozyten Wasser- und Ionenhomöostase, sowie die Versorgung der Nervenzellen mit Nährstoffen. Die aktuelle Forschung liefert überzeugende Beweise dafür, dass Astrozyten an den meisten bekannten Gehirnerkrankungen beteiligt sind, darunter Neuroentwicklungs-, neuropsychiatrische, neurodegenerative sowie immunologische Erkrankungen. Das Ziel meiner Forschung ist es, die Rolle der Astrozyten in der Plastizität im erwachsenen Gehirn zu verstehen. Diese Erkenntnisse sind wichtig, sowohl zum holistischen Verständnis von Gehirnphysiologie, als auch um das Potenzial der Astrozyten für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten zu nutzen.
Die Alte Geschichte in Erlangen bedient sich systematisch und methodisch gesichert des Nachbaus von antiken (römischen) Handwerksprodukten, um dem Defizit der materiellen und literarischen Quellen ansatzweise abzuhelfen. Wenn 90 Prozent der Überlieferung, besonders des tagtäglichen und handwerklich-beruflichen Lebens verloren gegangen sind, ist jeder Wissensgewinn durch Nachbau willkommen, besonders dann, wenn die Nachbauten Leistungstests unterworfen werden, um den Wirkungsgrad zu ermitteln. Dazu ist nicht nur eine enge Verzahnung mit anderen, an der FAU gelehrten Fächern nötig, die Kombinationen sind auch ganz ungewohnt: die Strömungswissenschaften, die graphische Datenverarbeitung, der Maschinenbau, die Kunststofftechnik und die Chemie sind unsere wichtigsten Kooperationspartner der letzten Jahre – aber auch und nicht zuletzt die Studierenden, Schüler und die Freiwilligen der Region. So haben wir es seit jetzt 10 Jahren zustande gebracht, nicht nur drei römische Boote in Originalgröße und Ausstattung zu bauen, sondern auch Torsionsgeschütze, Katapulte, antike Ambrüste, keltische und römische Wägen. Verschiedenste Interessen der Freiwilligen kommen hier zum Tragen, handwerklich, geschichtlich und sportlich: Bis ein Produkt getestet und damit wieder wissenschaftlich eingeordnet werden kann, ist viel Schweiß nötig. Das Bauzentrum ist das Römerzentrum in Gunzenhausen am Altmühlsee am rätischen Limes, wo man mitmachen kann.
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Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde. Teilweise gehen Hiobsbotschaften durch die Medien, KI könnte den Arbeitsmarkt in kürzester Zeit umwälzen und zahlreiche Jobs verschwinden lassen. Doch welche Veränderungen werden von dieser Technologie für den Arbeitsmarkt nach aktuellen Stand der wissenschaftlichen Debatte tatsächlich ausgehen? Werden Jobs zahlreich verschwinden oder auch ausreichend neue entstehen? Worin liegen die Chancen der KI-Nutzung, wo aber auch die Herausforderungen? Der Vortrag soll einen Einblick in die aktuelle Debatte und den Stand der empirischen Forschung zu diesen Fragen geben.
Die Medizintechnikproduktion steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Durchgängige Digitalisierung, intelligente Automatisierung und flexible Robotik ermöglichen hochgradig vernetzte, adaptive und qualitätsgesicherte Fertigungsprozesse. Datengetriebene Systeme verkürzen Entwicklungszyklen, steigern die Produktivität und verbessern die Rückverfolgbarkeit. Robotik und KI unterstützen bei komplexen, variantenreichen Aufgaben und erhöhen gleichzeitig die Prozessrobustheit. Dadurch entsteht eine effiziente, resiliente und regulierungskonforme Produktion, die schneller auf Markt- und Patientenbedürfnisse reagiert.
3D-Druck, Biofabrikation genannt, bietet ein enormes Potenzial für die Medizin, insbesondere in der Entwicklung von Geweben und Organen. Durch den Einsatz von Biotinten, Zellen und Additiver Herstellung werden maßgeschneiderte, lebende Gewebe und Organstrukturen hergestellt. Dabei stellt die Entwicklung von vaskularisierten Geweben eine zentrale Herausforderung dar. Verschiedene Verfahren ermöglichen die Herstellung von Gewebemodellen mit komplexen Strukturen, die als Ersatz für beschädigte Organe oder für die präklinische Forschung dienen können. Dieser Vortrag beleuchtet verschiedene Forschungsansätze, die sowohl regenerative Medizin als auch die Entwicklung von 3D-gedruckten Gewebemodellen für die Medikamentenentwicklung umfassen.
Der Vortrag findet im Raum 0.016 im Kollegienhaus statt!
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Impfungen bleiben nicht nur ein zentraler Pfeiler der Medizin, sondern stellen zugleich ein außergewöhnlich präzises Modellsystem für die Erforschung des menschlichen Immunsystems dar. Da Zeitpunkt und Art der Immunisierung exakt definiert sind, lassen sich immunologische Prozesse beim Menschen unter kontrollierten Bedingungen untersuchen – ähnlich wie in experimentellen Tiermodellen. Prof. Dr. Kilian Schober zeigt anhand von Impfungen gegen SARS-CoV-2 und das Gelbfieber-Virus, wie solche Modelle grundlegende Einsichten in die Biologie humaner T-Zellen ermöglichen und wie diese Erkenntnisse anschließend zur Verbesserung von Impfstoffen und zellulären Therapien beitragen
Technische Kommunikationssysteme nutzen elektromagnetische Wellen für die Übertragung von Information. Natürliche Kommunikationsprozesse beruhen dagegen oft auf dem Austausch von Molekülen, was bisher technisch jedoch kaum genutzt wird. Dies zu ändern erfordert eine enge Zusammenarbeit über verschiedene Fachgebiete, wie Nachrichtentechnik, Biologie, Nanotechnologie und Medizin, hinweg. Dadurch könnten neue Anwendungen, wie das Internet der BioNanoThings (IoBNT), gezielte Verabreichung von Medikamenten und die Interaktion mit Tieren und Pflanzen, ermöglicht werden.
Der Vortrag wird auf englisch stattfinden.
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